2020 – was für ein Jahr! Ein persönlicher Jahresrückblick.

Glowing sign saying "Be afraid of the enormity of the possible"

Rückblickend war 2020 wohl das ungewöhnlichste und schwierigste Jahr, das wir alle bisher erlebt haben. Abgesagte Pläne, viele Monate Home-Office, neue Alltags-Situationen – wir mussten uns alle irgendwo einschränken und unser Leben umkrempeln. Es war sicherlich nicht einfach, vielleicht auch schmerzhaft und traurig. Aber ich hoffe dennoch, dass wir alle etwas Lehrreiches aus diesem Jahr mitnehmen können. Vielleicht etwas Persönliches, etwas das wir nur für uns dazu gelernt haben. Oder vielleicht etwas über unser Miteinander.

In diesem Beitrag möchte ich gerne kurz persönlich zurückblicken, denn auch für mich war 2020 anders als gedacht. Zwischenzeitlich wusste ich nicht „Wohin mit mir?“, aber es gab dennoch für mich persönlich einige positive Ereignisse und Entscheidungen, die ich hier hervorheben möchte.

Was war ich Anfang 2020 motiviert! Ich freute mich riesig auf das Jahr und alles was kommen sollte. Wir hatten eine Reise nach Südkorea geplant, einen Kurzurlaub nach Stockholm, ich war so sportlich wie nie zuvor, freute mich umso mehr auf einen aktiven Sommer, auf neue Leute, auf Rock am Ring und so viel mehr! Natürlich fand das alles nicht statt, aber dennoch kann ich auf ein paar positive Dinge und Entscheidungen zurückblicken:

2020 war sportlich wie nie zuvor

Ende 2019 hatte ich mich im Urban Sports Club angemeldet und ging seitdem mehrmals die Woche zum Sport, probierte bis in den März hinein neue Kurse und Sportarten aus, und war fitter als jemals in meinem Leben zuvor.

Selbst als die Studios dann schließen mussten, war ich noch motiviert und trainierte mit den Workout-Plänen von Pamela Reif nahezu täglich. Zwar gab es zwischendurch auch längere Pausen, in denen ich absolut keine Motivation hatte, aber 2020 war auf jeden Fall mein sportlichstes Jahr.

Mein absolutes Highlight war, als ich im Sommer spontan beschloss endlich die für mich „lange Runde“ über zwei Kölner Brücken zu joggen, etwa 6 Kilometer – und es tatsächlich ohne eine Pause schaffte. Kaum zu glauben, war ich doch früher voll der Jogging-Muffel, der nach ein paar Metern gleich keine Luft mehr bekam! Aber inzwischen liebe ich es joggen zu gehen, selbst im Dezember bin ich noch ab und zu rausgegangen, obwohl es teilweise echt kalt war. Ich nehme einfach meine Lieblingssongs mit und schalte einfach komplett ab! 😊

Neue Online-Freunde

Im Januar waren mein Freund und ich auf einer Hochzeit eingeladen – und erst vor einigen Wochen erhielt ich als Andenken zwei ausgedruckte Fotos zugeschickt. Kaum zu glauben, dass so etwas noch Anfang des Jahres möglich war!

Ansonsten war ich die meiste Zeit tatsächlich Zuhause – seit April mache ich jetzt Home-Office und muss nur einmal im Monat ins Büro. Ein paar Mal habe ich mich mit Freunden draußen verabredet, aber sonst war das Jahr eher „einsam“, wobei ich sagen muss, dass ich es als eher introvertierte Person nicht so schlimm fand. Ich hatte zwar geplant beim Sport neue Kontakte zu knüpfen, was ja dann nicht mehr möglich war, aber stattdessen suchte ich mir neue Kontakte online – und zwar auf Twitch, dazu im nächsten Abschnitt mehr!

Zeit für ein neues Hobby

Wo ich letztes Jahr online die meiste Zeit verbracht habe? Wohl auf Twitch! Mir war zwischenzeitlich im Lockdown sehr langweilig, also nahm ich mir ein Beispiel an meinem Freund – und fing erst an regelmäßig zu zocken. Dann den unterschiedlichsten Streamer*innen auf Twitch beim Zocken zuzuschauen. Entdeckte dabei ein absolutes Lieblingsspiel. Und begann dann Mitte des Jahres tatsächlich selbst zu streamen! Wer hätte das gedacht? Ich schon mal nicht!

Inzwischen bin ich Twitch Affiliate und freue mich riesig über meine kleine Community! Es schauen so viele liebe Personen regelmäßig meinen Stream, schreiben in den Chat oder zocken mit mir gemeinsam, sodass sich die Lockdown-Zeit sehr leicht ertragen ließ uns lässt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt wohin mich dieser Weg noch führen wird!

Mehr Zeit, mehr Studium

Im Oktober folgte dann die nächste Entscheidung, die mich in den nächsten Jahren fordern wird: Ich habe mich für ein Master-Studium eingeschrieben!

Ich hatte schon länger nach einem passenden Master-Studiengang gesucht und ehrlich gesagt keinen gefunden. Denn ich habe einen sehr speziellen Bachelor-Abschluss gemacht, mit 240 Credits. Das heißt ich bräuchte eigentlich nur noch 60 Credits für meinen Master-Abschluss, aber solch einen Studiengang gibt es in Deutschland so gut wie nicht, dafür hätte ich in England oder den Niederlanden studieren müssen. Ich habe vielleicht zwei, drei Studiengänge in Deutschland gefunden, aber die waren alle überteuert oder mir einfach suspekt. Also musste ich mich nach einem „normalen“ Master umschauen.

Außerdem hatte ich keine Lust auf Seminare vor Ort, und somit kam nur ein Abendstudium in Frage. Bei der TH Köln war ich schon bei der Recherche im Jahr zuvor über ein ansprechendes berufsbegleitendes Studium gestolpert und dachte mir dann diesen September „Ach, komm. Du bist eh Zuhause. Du sparst dir den Weg hin und zurück zur Arbeit. Du machst gerade keine Fitnesskurse. Und hast auch sonst gerade keine Verpflichtungen. Du hast Zeit!“ und bin deshalb noch am letzten Tag zur TH gepilgert um fristgerecht meine Bewerbung einzureichen.

Inzwischen habe ich das erste Semester fast hinter mich gebracht und kann sagen, dass es die richtige Entscheidung war. Ich hatte Angst davor, dass die Themen vielleicht nicht interessant genug sind, oder dass das Studium mich komplett überfordert, aber glücklicherweise ist beides bisher nicht der Fall. Und ich denke, selbst wenn in 2021 der normale Job-Alltag wieder losgehen sollte, wäre es auf jeden Fall weiterhin leicht machbar!

Du siehst: Mein 2020 war irgendwie ein bisschen verrückt.

So im Nachhinein habe ich sogar ein paar, ich nenne es mal „lebensweisende Entscheidungen“ getroffen und bin daher sehr, sehr gespannt wie es in diesem Jahr weiter geht und was noch alles auf mich zu kommt!

Welche „positiven“ Erfahrungen kannst du aus 2020 mitnehmen?

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